Laut jüngstem Allianz Global Wealth Report war 2024 ein Rekordjahr für die Geldvermögen privater Haushalte: Mit einem Anstieg von 8,7% übertraf es sogar das starke Wachstum des Vorjahres (8,0%). Die gesamten Finanzanlagen hatten bis Ende 2024 einen Wert von EUR 269 Billionen erreicht. Diese Entwicklung ist vor allem auf die USA zurückzuführen: Ludovic Subran, Chefökonom der Allianz: „Im Jahr 2024 wurde die Hälfte des Wachstums des globalen Finanzvermögens allein in den USA generiert. In den letzten zehn Jahren lag dieser Wert bei 47 %. China hingegen trug 20 % bei, während Westeuropa 12 % ausmachte. Zumindest in Bezug auf die Finanzvermögen ist die Vorstellung, dass andere Länder die USA ausgenutzt haben, unbegründet.“
Das Geldvermögen der österreichischen Haushalte stieg 2024 um 5,4% und übertraf damit das Wachstum des Vorjahres von 3,3%. Alle drei Wertpapierklassen wuchsen: Wertpapiere mit einem Plus von 6,1%, Bankeinlagen mit 5,1% und Versicherungen/Pensionen mit 4,1%. Wesentlich getragen wurde diese Entwicklung von den Sparanstrengungen der Österreicher: Die Neuanlagen verdreifachten sich beinahe und erreichten mit EUR 30 Milliarden einen neuen Rekordwert. „Nie zuvor haben die Österreicher mehr gespart. Auch die Spargewohnheiten haben sich ‚normalisiert‘ – die Hälfte aller Neuanlagen wurde wieder bei Banken angelegt. Auch Wertpapiere waren weiterhin beliebt und zogen ein Drittel der frischen Ersparnisse an. Dabei blieben die österreichischen Haushalte vor allem Anleihen treu: mehr als 60% der Wertpapierkäufe entfielen auf sie“, so Daniel Matić, CEO der Allianz Österreich.
Der Besitz von Wertpapieren, insbesondere von Aktien, ist für das Vermögenswachstum von entscheidender Bedeutung. In dieser Hinsicht waren die letzten zwei Jahre für Sparer äußerst erfreulich. Sowohl 2023 (11,5%) als auch 2024 (12,0%) wuchsen Wertpapiere fast doppelt so schnell wie die beiden anderen Anlageklassen: Versicherungen/Pensionen (6,7% bzw. 6,9%) und Bankeinlagen (4,7% bzw. 5,7%). Vor allem nordamerikanische Haushalte sind mit einem Portfolioanteil von 59% in Wertpapiere investiert. In Westeuropa und Deutschland beispielsweise liegt dieser Anteil bei etwa 35%, in Österreich etwas höher bei 43%.
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