ATX-Trends: Strabag , Erste Group, Wienerberger, Telekom Austira, Addiko ...

Aus den Morning News der Wiener Privatbank: "Der Wiener Aktienmarkt hat am Freitag an die Erholungsrally zur Wochenmitte angeknüpft. Nachdem am Mittwoch die Ankündigung eines Waffenstillstands zwischen den USA, Israel und dem Iran einen Kurssprung ausgelöst hatte, kamen zum Wochenausklang Hoffnungen auf Fortschritte in den Verhandlungen im Ukraine-Krieg hinzu. Ein führender ukrainischer Verhandlungsvertreter äußerte sich gegenüber der Nachrichtenagentur Bloomberg optimistisch zu den Gesprächen.

Vor diesem Hintergrund stieg der ATX um 2,80 Prozent auf 5.813,68 Punkte. Für die verkürzte Osterwoche bedeutet das einen starken Zuwachs von kumuliert 6,5 Prozent. Die seit Beginn des Iran-Kriegs verzeichneten Verluste sind damit mehr als aufgeholt; das Rekordhoch von Mitte Februar bei knapp 5.857 Zählern rückt wieder in Sichtweite. Für den ATX Prime ging es am Freitag um 2,78 Prozent auf 2.877,67 Zähler nach oben. Im europäischen Umfeld fielen die Zuwächse etwas moderater aus. Wie Bloomberg berichtete, sieht Kyrylo Budanow, der führende ukrainische Verhandlungsvertreter gegenüber Russland, Fortschritte in Richtung eines möglichen Friedensabkommens mit dem Kreml. In dem Interview, das bereits am 4. April geführt worden war, zeigte er sich zuversichtlich, dass eine Beilegung des Krieges nicht mehr lange auf sich warten lassen könnte. Mit Blick auf den Nahen Osten warfen sich die Regierungen in Washington und Teheran am Freitag gegenseitig vor, die seit zwei Tagen geltende Waffenruhe zu verletzen. Die Vorwürfe überschatten die ersten geplanten Friedensgespräche in dem Krieg, die am Samstag in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad beginnen sollen. Jedoch hielten sich die Ölpreise auf dem vergleichsweise niedrigen Niveau der Vortage, wodurch die Inflations- und Konjunktursorgen nicht weiter angeheizt wurden.

Nachgefragt waren in Wien Werte, die von Frieden und einem Wiederaufbau in der Ukraine profitieren könnten. RBI zogen an der ATX-Spitze um 10,7 Prozent an, während Voestalpine , Strabag , Erste Group und Wienerberger zwischen 2,9 und 4,8 Prozent gewannen. Größte Verlierer im ATX waren hingegen die OMV -Aktien, die 1,9 Prozent auf 59,40 Euro einbüßten. Die kanadische Bank RBC behielt ihr "Underperform"-Rating und ihr Kursziel von 60 Euro für die Aktien des Ölkonzerns bei. Zudem kürzte Berenberg ihr Kursziel für die Papiere leicht von 56,00 auf 55,00 Euro. Das Anlagevotum "Hold" wurde unverändert beibehalten. Neben Analystenkommentaren rückte bei der OMV auch eine Personalentscheidung in den Fokus. So wurde die Irin Emma Delaney als neue Chefin des Ölkonzerns vorgeschlagen. Außerhalb des Leitindex zogen Rosenbauer nach Zahlen um 6,3 Prozent an. Ein hoher Auftragsbestand und steigende Umsätze haben dem Feuerwehrausrüster im Vorjahr zu deutlich mehr Gewinn verholfen.

Im Telekomsektor gewannen Telekom Austria 2,6 Prozent auf 9,55 Euro. Erste Bank stufte die Aktien im Zuge einer Sektorstudie von "Hold" auf "Buy" hoch und hob das Kursziel von 10,3 auf 12 Euro an. Hier gebe es Potenzial für eine größere Fusion oder Übernahme und/oder eine einmalige Dividende, meinte die zuständige Analystin. Für EuroTeleSites setzte die Erste-Expertin hingegen ihr Kursziel von 5,90 auf 5,35 Euro herab, hielt aber ihre "Accumulate"-Empfehlung bei. EuroTeleSites schlossen unverändert bei 4,52 Euro. Um knapp zwölf Prozent auf 27,50 Euro nach oben ging es für die Addiko-Anteile. Nachdem die RBI ein Übernahmeangebot vorgelegt hatte, zog die slowenische Bank NLB nach. Sie kündigte am Donnerstagabend ein freiwilliges öffentliches Übernahmeangebot von 29,00 Euro je Aktie in bar an."



Bildnachweis

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Im Telekomsektor gewannen Telekom Austria 2,6 Prozent auf 9,55 Euro. Erste Bank stufte die Aktien im Zuge einer Sektorstudie von "Hold" auf "Buy" hoch und hob das Kursziel von 10,3 auf 12 Euro an. Hier gebe es Potenzial für eine größere Fusion oder Übernahme und/oder eine einmalige Dividende, meinte die zuständige Analystin. Für EuroTeleSites setzte die Erste-Expertin hingegen ihr Kursziel von 5,90 auf 5,35 Euro herab, hielt aber ihre "Accumulate"-Empfehlung bei. EuroTeleSites schlossen unverändert bei 4,52 Euro. Um knapp zwölf Prozent auf 27,50 Euro nach oben ging es für die Addiko-Anteile. Nachdem die RBI ein Übernahmeangebot vorgelegt hatte, zog die slowenische Bank NLB nach. Sie kündigte am Donnerstagabend ein freiwilliges öffentliches Übernahmeangebot von 29,00 Euro je Aktie in bar an."



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