ATX-Trends: wienerberger, Semperit, AT&S, Lenzing ...

Aus den Morning News der Wiener Privatbank: "

Die Wiener Börse hat gestern Mittwoch erneut im Plus geschlossen. Der ATX legte weitere starke 1,92 Prozent auf 6.568,68 Einheiten zu und verbuchte damit seinen 5. Gewinntag in Folge. Der Rekordkurs beim heimischen Leitindex wurde ebenfalls fortgesetzt. An den wichtigsten europäischen Leitbörsen gab es zur Wochenmitte überwiegend Kurszuwächse zu sehen. Das Highlight des Tages stand erst nach Börsenschluss in Europa mit der Bekanntgabe der Zinsentscheidung des Offenmarktausschusses der US-Notenbank Fed an. Mit einer Veränderung des Leitzinsniveaus war nicht zu rechnen und marktseitig ist dies auch vollkommen antizipiert. Wichtiger wird die Kommunikation der Notenbanker sein.

Am heimischen Aktienmarkt absolvierte die Lenzing-Aktie einen Kurssprung von fast 15 Prozent auf 27,85 Euro. Hier beflügelte wohl eine positivere Expertenmeinung. Die Analysten der Berenberg Bank haben ihr Anlagevotum für die Titel des Faserherstellers von "Hold" auf "Buy" hochgenommen und das Kursziel von 24 auf 29,5 Euro nach oben revidiert. Die Papiere von AT&S zogen nach den klaren Vortagesabschlägen um satte 9,2 Prozent hoch. Am Dienstag hatten die Titel des Leiterplattenherstellers 6,7 Prozent eingebüßt, nach einem Kurssprung zum Wochenstart in Höhe von 36 Prozent. Kapsch TrafficCom stand mit der Vorlage endgültiger Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr im Fokus. Laut Analysten entsprachen die Ergebnisse den vorläufigen Zahlen. Der Wiener Mautsystemanbieter hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 2025/26 einen deutlichen Umsatzrückgang verbucht. Die Verkaufserlöse sanken gegenüber dem Jahr davor von rund 530 auf 431 Millionen Euro. Das operative Ergebnis (EBIT) erreichte dank einer vergleichsweisen Einigung mit der Bundesrepublik Deutschland 8 Millionen Euro. Die Kapsch-Papiere legten 0,4 Prozent zu. Semperit gewannen 0,7 Prozent. Die B&C-Gruppe hält laut Angaben vom Dienstagabend bald 63,4 Prozent an Semperit. Mit einem Übernahmeangebot, dessen Frist am 12. Juni geendet hatte, hat B&C den Anteil am Kautschukverarbeiter damit um gut 5 Prozent gesteigert, zuvor hatte man 58 Prozent gehalten. Die Aktien von Strabag wurden zur Wochenmitte ex Dividende in Höhe von 2,9 Euro je Anteilsschein gehandelt. Die Titel des Baukonzerns gaben 1,4 Prozent bzw. 1,3 Euro auf 92,60 Euro nach. Bereinigt um den Dividendenabschlag schlossen sie somit im Plus.

Die Analysten der Wiener Privatbank haben ihre Empfehlung "Kaufen" für die Wienerberger-Aktien bestätigt. Das Kursziel ("fairer Wert") für die Aktien des Baustoffkonzerns wurde bei 32,5 Euro belassen. Die Wienerberger-Aktie schloss mit plus zwei Prozent auf 23,72 Euro. Ins Blickfeld der Akteure rückten neben der Fußball-WM auch heimische Inflationszahlen. Die Inflation in Österreich hat im Mai weiter zugelegt. Die Teuerungsrate kletterte auf 3,7 Prozent, nach 3,4 Prozent im April, wie die Statistik Austria mitteilte. Im Vergleich zum Vormonat stieg das durchschnittliche Preisniveau um 0,1 Prozent. Damit wurde eine frühere Schnellschätzung bestätigt. Hauptverantwortlich für den Anstieg waren Dienstleistungen, auch Preiserhöhungen bei Treibstoff und Heizöl trugen dazu bei."



Bildnachweis

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